Auf dem Weg zur Inklusion

Unser Weg zur sozialen Inklusion im Kindergarten St. Franz Sales

Unser Kindergarten St. Franz Sales im Jülicher Norden betreut ein sehr breites Spektrum an Familien. Zum einen gibt es viele Familien mit Migrationshintergrund und unterschiedlichen Kulturen. Zum anderen aber auch einige Familien aus sozial schwachen Verhältnissen. Diese Vielfalt gab uns die Chance das Thema Inklusion unter folgenden Gesichtspunkten zu bearbeiten:

Wir wollten unseren Schwerpunkt auf das Soziale legen und daran arbeiten, dass sich alle Kinder und deren Familien in unserer Einrichtung willkommen fühlen und sich vor allem in dem frisch umgebauten Kindergarten zurecht finden. Zudem war es uns ein Anliegen, die Kommunikation zwischen den Eltern und uns anzuregen.

Dazu haben wir folgende Maßnahmen vorgenommen:
Zuerst haben wir im Eingangsbereich vor dem Büro ein Elterncafé gestaltet. Bislang ist dieses immer mittwochs von 8.00 Uhr bis 10.00 Uhr geöffnet. Dann ist auch die Leitung im Haus und die Eltern können bei eventuellen Fragen und Anregungen mit ihr sprechen.

Im Elterncafe wurde zudem eine Leinwand gestaltet auf der in allen vertretenden Sprachen „Herzlich Willkommen“ steht, sodass sich jede Familie angesprochen fühlt.

Des Weiteren gibt es eine Leinwand auf der alle Mitarbeiter des Kindergartens mit einem Foto abgebildet sind. Unter jedem Mitarbeiter steht zudem noch der Gruppenname. So ist es den Eltern möglich einen Überblick zu behalten und auch Gesichter zuordnen zu können, die sie nicht so häufig sehen (wie zum Beispiel die Kollegen aus der ausgelagerten U3-Gruppe).

Um den Eltern den Stadtteil (Nordviertel) und die Umgebung etwas näher zu bringen, haben wir noch einen Stadtplan gestaltet, auf dem unter anderen verschiedene Ärzte, Logopäden und ähnliches verzeichnet sind, aber auch Freizeitmöglichkeiten und Turn- und Musikvereine.

Wir können bislang sagen, dass dieses Angebot von einigen Eltern schon gut angenommen wurde und möchten uns im kommenden Kindergartenjahr noch intensiver mit dem Elterncafé beschäftigen.

Wir planen, dass ehemalige Mitarbeiterinnen zur Unterstützung dazu kommen und Eltern beim Ausfüllen verschiedenster Unterlagen helfen.

Auch werden wir daran arbeiten, dass stets jemand im Elterncafé präsent ist, um mit den Eltern in Kontakt zu treten (Frau Caspers als Leitung oder Frau Morcinkowski als Projektverantwortliche). Damit sich alle Kinder und Eltern in unserem Kindergarten zurecht finden, haben wir an jede Tür ein Foto mit dem jeweiligen Raum angebracht und es mit der zugehörigen Bezeichnung versehen. So können wir sicher stellen, dass jeder genau weiß wo sich welcher Raum befindet und wozu dieser genutzt wird.

Da wir viele Familien aus sozial schwachen Schichten bei uns im Kindergarten betreuen, haben wir uns noch einmal intensiv mit unserer Einstellung zu diesen Familien und vor allem im Bezug auf die Arbeit mit diesen Familien auseinander gesetzt. Im Laufe des Projekt haben wir unsere Sichtweisen in Frage gestellt und einige grundlegende Dinge verändert. Wir haben festgestellt, dass wir viel mehr kommunizieren müssen, da die meisten Eltern nicht alles verstehen und in anderen Kulturen viele Dinge anders sind als bei uns. Man muss viel mehr in den Austausch gehen und Dinge erklären, als es bei deutschen Familien der Fall ist.

Wir haben dies jedoch als Chance wahrgenommen und zu unserer Freude feststellen dürfen, dass es nur ein kleiner Schritt ist, den wir auf diese Familien zugemacht haben, aber wir eine große Wirkung erzielt haben. Die Eltern haben diesen Schritt unsererseits bemerkt und ihn sehr gern angenommen, sodass die Kommunikation untereinander offener und herzlicher geworden ist.

Zudem haben wir unser erstes großes Fest nach dem erfolgreichen Umbau im Hinblick auf die Inklusion anders gefeiert als bisher.

Wir haben alle Familien dazu eingeladen, um zu feiern und den Tag mit uns zu genießen. Es ging uns nicht um den Profit durch das Verkaufen von Speisen und Getränken sondern einzig darum, dass alle Familien mit Freude an diesem Tag teilnehmen, auch wenn sie mit einer Großfamilie und aus sozial schwachen Schichten kommen.Die jeweiligen Familien wurden auch einbezogen, indem sie alle verschiedene landestypische Speisen mitgebracht haben. So konnten sie uns ihre Kultur auch ein Stück näher bringen.

Wir als Team haben dieses Fest sehr angenehm in Erinnerung und auch die Eltern und Kinder haben uns positives Feedback gegeben.

Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass Feste in dieser Form viel schöner sind, da alle Familien daran teilnehmen können, da das Geld an diesem Tag keine Rolle spielt.

Die größte Bereicherung im Zuge des Inklusionsprojekts war sicherlich die Aufnahme von unserem Inklusionskind, dass wir ganz spontan aufgenommen haben und anfänglich auch sehr skeptisch gegenüber standen.

Nun wird das Kind in einen integrativen Kindergarten wechseln, was sicherlich für das Kind die beste Möglichkeit ist. Trotzdem sind wir sehr froh, dieses Kind aufgenommen zu haben und würden sogar sagen, dass dies die beste Entscheidung war, die wir im letzten Jahr getroffen haben. Unsere Erfahrung hat uns gezeigt, dass wir nun nicht mehr skeptisch sein müssen und bestimmt noch einmal ein solches Kind aufnehmen können.

Alles in allem können wir sagen, dass wir sehr froh sind an dem Projekt der Inklusion teilgenommen zu haben.

Wir haben die Chance bekommen mit fachlicher Unterstützung zu arbeiten und unsere Einstellung bezüglich der sozialen Arbeit zu überdenken und schon mit kleinen Dingen viel zu ändern.

Auch in Zukunft möchten wir daran arbeiten, das Thema „Inklusion“ weiter zu bearbeiten. Wir haben mit großer Freude schon viele Veränderungen im unserem Kindergarten wahrgenommen und sind gespannt, was noch alles möglich ist.

Inklusion ist ein vielseitiges Thema und kann unter den verschiedensten Gesichtspunkten und vor allem jeden Tag in ganz kleinen und einfachen Dingen geschehen.

Wir sind dankbar, dass wir ein Teil davon waren.

profinos gem. GmbH
An St. Bonifatius 5
52351 Düren
________________________

>> Hier finden Sie die aktuellen Termine, Feste und Veranstaltungen unserer Einrichtungen!!

________________________

Neue Stellenangebote:

>> zu den Stellenausschreibungen

________________________

Neue Presseberichte:

15.07.2017
Kita St. Rochus, Jülich
>> Neuer Spielturm kann als Notrutsche genutzt werden

17.07.2017
Kita St. Elisabeth, Aldenhoven
>> Nach viel Bewegung einen leckeren Apfel

25.06.2017
Kita St. Peter, Körrenzig
>> Eltern möbeln das Außengelände der Körrenziger Kita auf

Copyright © 2014 - 2015. Alle Rechte verbleiben bei profinos gem. GmbH