2. Konzeptionelle Richtlinien

Unsere Einrichtungen sind sehr vielfältig. Durch ihre verschiedenen Standorte im Großraum Jülich, Düren und Eifel sind die örtlichen Strukturen unterschiedlich; zudem hat jede Einrichtung ihre individuellen Besonderheiten sowie eigene Ansprüche und Schwerpunkte in der pädagogischen Arbeit. Unser Gesamtkonzept beschreibt die pädagogischen und strukturellen Richtlinien der profinos gem. GmbH und die differenzierten pädagogischen Ansätze, die für alle unsere Kindertageseinrichtungen verbindlich gelten und sich im Konzept und im Handeln jeder Einrichtung wiederfinden. Darüber hinaus ist es uns ein Anliegen, die Vielfältigkeit der Einrichtungen zu wahren und ihnen ihre jeweilige Identität zu belassen. Wie die beschriebenen Richtlinien konkret umgesetzt werden, entscheidet jeweils die Leitung der Kindertagesstätte in Zusammenarbeit mit ihrem Team. Die Teams können aus den vielfältigen pädagogischen Konzepten und Modellen diejenigen auswählen, die für die eigene Einrichtung am besten geeignet sind, und sie in ihrer jeweiligen Konzeption entsprechend verankern.


2.1 Eingewöhnung

Der Eintritt in eine Kindertageseinrichtung von profinos beginnt für jedes Kind mit einer Eingewöhnungszeit. Denn unabhängig davon, in welchem Alter ein Kind im Kindergarten aufgenommen wird, ist es damit oft zum ersten Mal von seinen Bezugspersonen und seiner gewohnten Umgebung getrennt. Es muss sich auf neue Personen, eine neue Umgebung, neue Situationen, andere Kinder einstellen.

Der Prozess der Eingewöhnung wird jeweils individuell auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt. So werden z. B. bestimmte Zeiten vereinbart, zu denen die Eltern das Kind in die Einrichtung begleiten oder Mitarbeiterinnen der Kindertageseinrichtung es zu Hause besuchen. In Begleitung seiner Bezugspersonen lernt das Kind in einer freien, alltäglichen Atmosphäre den neuen Ort, die anderen Kinder, die Mitarbeiterinnen und die Abläufe in der Einrichtung kennen. Nur wenn die Mitarbeiterinnen zugewandt sind und ein verlässliches Bindungsangebot machen, kann das Kind sich von den Eltern lösen. Die Eingewöhnung ist erst abgeschlossen, wenn das Kind signalisiert, dass es sich wohlfühlt und die Tagesstätte als neuen Lebensort angenommen hat. Damit ist der Start in eine unbeschwerte, freudvolle und lehrreiche Zeit möglich. Unsere Haltung ist an die Bindungstheorie von John Bowlby angelehnt.


2.2 Zusammenarbeit mit Eltern

Eltern sind für uns die Experten für ihre Kinder und diejenigen, die für deren Entwicklung die Hauptverantwortung tragen. Darum sehen wir einen guten Kontakt und enge Zusammenarbeit zwischen den Erziehungsberechtigten und den pädagogischen Fachkräften als eine Voraussetzung für gute pädagogische Arbeit (siehe hierzu auch Punkt 3.5).

Zusammenarbeit mit den Eltern bedeutet für uns, ihnen den Alltag und die Entwicklung ihres Kindes möglichst transparent zu machen. Wir geben den Eltern die Möglichkeit, ihre eigenen Vorstellungen einzubringen; sie können sich am Leben in unseren Einrichtungen aktiv beteiligen und bei der Elternversammlung, im Elternbeirat und im Rat der Tageseinrichtung an den Strukturen des Alltags mitwirken. In einem so verstandenen Miteinander kann unsere gemeinsame Erziehungsaufgabe zum Wohl der Kinder gelingen.


2.3 Religionspädagogik

In unserer unruhigen und schnelllebigen Zeit, in der oft Hektik und Termine den Alltag bestimmen, werden Beständigkeit und Halt immer wichtiger. Diesen Halt finden die Kinder wie auch die Mitarbeiterinnen im Glauben. Er bietet den Kindern eine Orientierung, die ihnen Unterstützung für ihr ganzes Leben sein kann.

Der katholische Glaube ist in unseren Kindertageseinrichtungen fester Bestandteil des Alltags. Wir feiern die katholischen Feste, beten bei den gemeinsamen Mahlzeiten und alltäglichen Anlässen und feiern mit den Kindern regelmäßig Gottesdienste; außerdem arbeiten die Einrichtungen eng mit der Pfarre vor Ort zusammen. Die Mitarbeiterinnen sehen sich als Vermittlerinnen der katholischen Religion und des gelebten Glaubens.

Neben dem katholischen Brauchtum ist auch die Art und Weise des Miteinanders eine wichtige Rahmenbedingung. Hier sind die Mitarbeiterinnen Vorbild für einen ehrlichen und respektvollen Umgang miteinander.

2.4 Förderung der Kinder
Die Förderung der Kinder beginnt mit deren Eintritt in die Kindertageseinrichtungen. Die Kinder werden auf der kognitiven, der sozialen, der emotionalen und der körperlichen Ebene gefördert, damit sie sich zu gesunden, eigenständigen und selbstbewussten Menschen entwickeln können. Dabei soll jede Art der Förderung dem Kind Freude bereiten und an seiner Motivation anknüpfen, zu lernen und Neues zu erfahren. Wir geben den Kindern Zeit und Raum, um Dinge des alltäglichen Lebens auszuprobieren und Gelerntes zu verfestigen. In unserer pädagogischen Arbeit orientieren wir uns eng an der Bildungsvereinbarung NRW.

2.4.1 Sprachliche Bildung & Förderung
„Körpersprachen“, unsere verbalen und nonverbalen Ausdrucksmöglichkeiten spielen von Geburt an eine bedeutsame Rolle und sind somit auch im Kindergartenalltag allgegenwärtig.

Sprache begleitet uns den gesamten Tag. Sie orientiert sich an der Lebenswelt der Kinder: an ihren Interessen, Ressourcen und aktuellen Themen.

Die Unterstützung der kindlichen Sprachbildung aller Kinder stellt eine zentrale Bildungsaufgabe von Kindertageseinrichtungen dar. Die pädagogischen Fachkräfte agieren dabei als stetiges Sprachvorbild. Durch eine zugewandte, empathische Haltung dem Kind gegenüber schaffen sie eine Basis für Interaktion & Kommunikation. Sie erkennen und nutzen Sprachanreize auf allen Ebenen im pädagogischen Alltag, wie beispielsweise während gemeinsamer Mahlzeiten, im Rollenspiel oder beim Experimentieren. Sie schaffen Raum für soziale Interaktionen, um beispielsweise kindliche Bedürfnisse, Wünsche, Ziele und Erwartungen zu äußern und mit anderen abzustimmen.

Die Sprachkompetenzen der Kinder werden in realen Alltagssituationen beobachtet und, mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten, jährlich dokumentiert. Die Interessen und Bedürfnisse der Kinder werden dabei beachtet und individuelle (sprachliche) Biographien berücksichtigt. Ziel dieser Beobachtung ist es, sprachbildende Impulse abzuleiten und im pädagogischen Alltag aufzugreifen.

Sprachliche Förderung meint gezielte und strukturierte pädagogische Angebote, welche auf bestimmte Sprachentwicklungsbereiche ausgerichtet sind. Diese findet sowohl einzeln, als auch in Kleingruppen oder in der Gesamtgruppe statt. Durch diese Vielfalt und die Verknüpfung mit aktuellen Bedürfnissen und Themen der Kinder wird Sprachförderung nicht als solche wahrgenommen.

Die Kinder wenden Sprachanregungen in alltäglichen Situationen an, wiederholen und festigen diese.

2.4.2 Interreligiöses und interkulturelles Lernen
Unsere Gesellschaft wird in religiöser und kultureller Hinsicht immer vielfältiger. Diese Veränderungen machen es erforderlich, dass die Kinder sich in der Kita mit der eigenen Religion und Kultur und der manchmal noch unbekannten Religion und Kultur der anderen auseinandersetzen. Unsere katholische Prägung und damit die christliche Ausrichtung unserer Arbeit ermöglicht uns, bewusst mit den Kindern zu arbeiten, um die Perspektiven zu erweitern sowie Toleranz und Akzeptanz gegenüber dem Anderen zu vermitteln. Unser Ziel ist, die Kinder im Einklang mit anderen in ihrer eigenen Identität und ihren eigenen Einstellungen zu stärken.

Die Kinder kommen in der Einrichtung mit unterschiedlichen Sprachen in Berührung, sie lernen verschiedene gesellschaftliche Werte, andere Lebensperspektiven und -möglichkeiten kennen. Indem ihnen Unterschiede bewusst werden, sehen sie auch Aspekte des eigenen Glaubens und der eigenen Kultur deutlicher. Die Mitarbeiterinnen greifen die gesamte Palette von Unterschiedlichkeit auf und führen sie im Alltag zu einem großen Ganzen zusammen, in dem jedes Kind mit seiner Herkunft, seiner Religion und seinen Besonderheiten akzeptiert wird.

2.4.3 Gesundheit von Körper, Geist und Seele
Um eigenständige und verantwortliche Erwachsene werden zu können, müssen Kinder an Körper, Geist und Seele gefördert werden. Die Gesundheit der Kinder ist ein hohes Gut, und ihre Erhaltung genießt in den Kindertageseinrichtungen von profinos einen hohen Stellenwert. Aus diesem Grund werden bis Mitte 2014 alle unsere Einrichtungen in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund NRW und dem Kreissportbund Düren als "Bewegungskindergärten" zertifiziert (siehe hierzu auch Punkt 4.5). Wir achten auf regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung; außerdem ist uns wichtig, den Kindern auch Wissen darüber zu vermitteln.

Damit sie kognitiv gesund aufwachsen können, müssen Kinder immer entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten gefördert und gefordert werden. Darum bekommen sie spezifische Angebote, an denen sie wachsen können.

Die psychische Gesundheit von Kindern wird leider immer noch oft außer Acht gelassen. Für unsere Arbeit in den Tageseinrichtungen hat sie großes Gewicht. Wir achten auf einen wohlwollenden, wertschätzenden und geduldigen Umgang mit den Kindern. Denn nur in einer Atmosphäre ohne Gewalt und Erniedrigung kann ein Kind sich frei entfalten, Vertrauen aufbauen und sich positiv entwickeln.

2.5 Bildungsauftrag und Schulfähigkeit
Das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) als Ausführungsgesetz des Landes konkretisiert in 13 vor allem den Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen:

"Die Bildungs- und Erziehungsarbeit zielt darauf ab, das Kind [ ] in seiner Entwicklung zu einer eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu fördern, es zu Verantwortungsbereitschaft, Gemeinsinn und Toleranz zu befähigen, seine interkulturelle Kompetenz zu stärken, die Herausbildung kultureller Fähigkeiten zu ermöglichen und die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten in allen Entwicklungsbereichen zu unterstützen."

Wir verstehen diesen Auftrag so, dass wir die uns anvertrauten Kinder in ihrer Entwicklung im sensorischen, emotionalen, motorischen, ästhetischen, kognitiven, sprachlichen und mathematischen Bereich unterstützen.

Bildung und nachhaltiges Lernen ist nach unserer Auffassung nur möglich, wenn es in einer emotional getragenen Atmosphäre stattfinden kann und die Kinder damit positive Erfahrungen verbinden. Vor allem im Spiel lernen Kinder nachhaltig und verknüpfen das Gelernte mit anderen Erfahrungen aus ihrem Leben.

Für uns ist es selbstverständlich, dass der Entwicklungsprozess der Kinder gemeinsam mit ihnen und in enger Zusammenarbeit mit den Eltern in einer Bildungsdokumentation festgehalten wird, die allen Beteiligten zugänglich ist.
Die beschriebene Förderung und Unterstützung ist darauf ausgerichtet, den Kindern die bestmögliche Bildung zu bieten und ihnen einen guten Übergang in die Schule zu ermöglichen.

profinos gem. GmbH
An St. Bonifatius 5
52351 Düren
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Neue Presseberichte:

15.07.2017
Kita St. Rochus, Jülich
>> Neuer Spielturm kann als Notrutsche genutzt werden

17.07.2017
Kita St. Elisabeth, Aldenhoven
>> Nach viel Bewegung einen leckeren Apfel

25.06.2017
Kita St. Peter, Körrenzig
>> Eltern möbeln das Außengelände der Körrenziger Kita auf

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